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Augenarzt Dr. Hoffmann
Online-Rezeption
Augenarztpraxis & Sehschule · Bremervörder Str. 42 · 21682 Stade

Behandlung von Netzhaut-Erkrankungen

IVOM-Therapie in Stade

In unserer modernen Praxis mit ambulantem OP führen wir IVOM-Behandlungen direkt vor Ort in Stade durch. 

 

Die IVOM (intravitreale operative Medikamentengabe) zählt heute zu den etablierten Standardverfahren in der Therapie zahlreicher Netzhauterkrankungen. Dabei wird ein Wirkstoff direkt in den Glaskörper des Auges eingebracht. Auf diese Weise lässt sich die Behandlung exakt dort ansetzen, wo krankhafte Prozesse stattfinden.

Ziel der Therapie ist es, schädliche Veränderungen der Netzhaut zu kontrollieren, das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen und im besten Fall zu stoppen. Durch dieses minimalinvasive Vorgehen bestehen gute Chancen, die vorhandene Sehkraft über einen langen Zeitraum zu bewahren. Entscheidend sind eine rechtzeitige Diagnosestellung sowie regelmäßige Kontrollen im Anschluss an die Behandlung.

Anwendungsgebiete der IVOM

Eine intravitreale Medikamentengabe wird vor allem bei folgenden Krankheitsbildern eingesetzt:

  • Feuchte altersabhängige Makuladegeneration (AMD)
  • Diabetisches Makulaödem bei Diabetes mellitus
  • Venenthrombosen der Netzhaut mit Beteiligung der Makula
  • Myopische Makulaveränderungen bei ausgeprägter Kurzsichtigkeit
  • Weitere Erkrankungen der zentralen Netzhaut

Ohne Therapie kann es bei diesen Befunden häufig zu einer deutlichen und teils dauerhaften Sehverschlechterung kommen. Die IVOM bietet die Möglichkeit, den Verlauf positiv zu beeinflussen und die Sehfunktion möglichst lange zu stabilisieren.

Folgende Medikamente setzen wir im Rahmen von IVOM ein:
  • Avastin
  • Lucentis
  • Eylea
  • Vabysmo
  • Beovu
  • Ozurdex

Das Medikament wird mit einer sehr feinen Nadel in das Auge eingebracht und erreicht unmittelbar den Ort der Erkrankung. Dort kann der Wirkstoff gezielt wirken und seine therapeutische Stärke entfalten.

Bei der feuchten AMD spielt der Botenstoff VEGF eine zentrale Rolle, da er die Bildung krankhafter neuer Gefäße fördert. Eingesetzt werden Medikamente wie Lucentis, Avastin oder Eylea. Diese sogenannten VEGF-Inhibitoren hemmen den Wachstumsreiz der Gefäße und tragen dazu bei, Flüssigkeitseinlagerungen in der Netzhaut zu verringern.

Ablauf der Behandlung

Die Injektion findet unter streng sterilen Bedingungen in unserem hochmodernen und vollklimatisierten IVOM-Raum für intravitreale Augen-Injektionen statt. Vor dem Eingriff wird das Auge lokal betäubt und sorgfältig desinfiziert, um das Infektionsrisiko zu minimieren. Die eigentliche Medikamentengabe dauert nur wenige Minuten und wird von den meisten Patientinnen und Patienten als schmerzfrei empfunden.

Damit ein anhaltender Effekt erreicht werden kann, sind wiederholte Injektionen in festgelegten Zeitabständen erforderlich.

Individuelle Therapieplanung mit dem Treat-and-Extend-Prinzip

Das sogenannte Treat-and-Extend-Konzept stellt eine moderne Weiterentwicklung der IVOM-Behandlung dar. Es verfolgt das Ziel, die Anzahl der Eingriffe und Praxisbesuche zu reduzieren und gleichzeitig eine zuverlässige Kontrolle der Erkrankung sicherzustellen.

Zu Beginn erfolgen die Injektionen in gleichmäßigen, meist vierwöchigen Intervallen. Zeigt sich in den Untersuchungen eine stabile Situation der Netzhaut – also keine Flüssigkeit mehr und keine Verschlechterung des Sehens – werden die Zeiträume zwischen den Behandlungen schrittweise verlängert. Häufig geschieht dies in Etappen von zwei Wochen, beispielsweise auf sechs, acht, zehn oder maximal zwölf Wochen. Treten erneut Krankheitszeichen auf, wird das Intervall wieder verkürzt.

Auf diese Weise lässt sich für jede Patientin und jeden Patienten das individuell optimale Verhältnis zwischen Therapiesicherheit und möglichst geringer Belastung finden.

Dieses Vorgehen hat sich insbesondere bei der feuchten AMD, beim diabetischen Makulaödem sowie bei venösen Gefäßverschlüssen mit Makulabeteiligung bewährt.