Die Operation des Grauen Stars zählt zu den sichersten Routineeingriffen der modernen Augenheilkunde. Für eine möglichst schnelle Heilung und ein optimales Ergebnis ist es dennoch wichtig, einige Punkte vor und nach der Behandlung zu beachten.
Die Grauer-Star-OP findet in ausgelagerten Räumlichkeiten im MVZ des Elbe-Klinikums statt. Es kommen dabei ein modernes Leica Mikroskop und eine Geuder OP-Maschine zum Einsatz.
Hier finden Sie die wichtigsten Informationen kompakt zusammengefasst.
Vor der Operation
Vor dem geplanten Termin benötigen wir aktuelle internistische Befunde. Dazu gehören ein Blutbild sowie ein EKG. Sie erhalten von uns eine Überweisung zu Ihrer Hausärztin oder Ihrem Hausarzt. Dort wird entschieden, ob bereits vorhandene Unterlagen ausreichen oder neue Untersuchungen erforderlich sind.
Falls Sie blutverdünnende Medikamente einnehmen (mit Ausnahme von ASS), ist unter Umständen eine Anpassung notwendig. Bitte besprechen Sie dies unbedingt mit Ihrer Hausarztpraxis. Sollte ein Absetzen nicht möglich sein, kann der Eingriff alternativ unter Tropfbetäubung erfolgen.
Zusätzlich bekommen Sie vorbereitende Augentropfen, die Sie bitte drei Tage vor der Operation jeweils dreimal täglich anwenden.
Den genauen OP-Termin vereinbaren wir gemeinsam in unserer Praxis.
Wichtig für Ihre Heimfahrt:
Nach dem Eingriff dürfen Sie nicht selbst aktiv am Straßenverkehr teilnehmen. Wenn Sie privat anreisen, bringen Sie daher bitte eine Begleitperson mit.
Am Operationstag
Bitte kommen Sie nüchtern zur Operation.
- Morgens nichts essen, auch keine Bonbons oder Kaugummis.
- Getränke sind bis 7 Uhr erlaubt: Wasser, Tee oder Kaffee (ohne Milch und Zucker).
- Ihre üblichen Medikamente dürfen Sie mit etwas Wasser einnehmen.
Im OP-Zentrum werden Sie zunächst aufgenommen, anschließend erfolgen letzte Kontrollen und Vermessungen.
Vor der OP erhalten Sie spezielle Schutzkleidung. Die Anästhesie legt einen venösen Zugang und gibt Ihnen eine kurze Sedierung. Währenddessen wird das Auge örtlich betäubt. Von der Betäubung selbst bemerken Sie nichts.
Die Operation findet dann schmerzfrei unter lokaler Anästhesie statt.
Nach Abschluss bekommen Sie einen Verband. Im Entlassungsbereich können Sie sich kurz stärken, während die Unterlagen vorbereitet werden. Danach treten Sie – mit Begleitung oder Fahrservice – den Heimweg an.
Zu Hause am OP-Tag
- Der Verband bleibt geschlossen und wird nicht entfernt.
- Augentropfen sind am Operationstag noch nicht notwendig.
- Bitte vermeiden Sie Reiben, Drücken oder Berühren des Auges.
Ein leichtes Fremdkörpergefühl, Brennen oder Druck kann auftreten und ist meist harmlos. Starke Schmerzen sind ungewöhnlich.
Die ersten Tage danach
Am Tag nach der Operation sehen wir uns zur Kontrolle in der Praxis wieder. Dabei entfernen wir den Verband und überprüfen die Wundheilung.
Sie erhalten anschließend einen individuellen Tropfplan mit entzündungshemmenden und antibiotischen Medikamenten. Außerdem besprechen wir genau, worauf Sie in der nächsten Zeit achten sollten.
Für die Nacht bekommen Sie eine Schutzklappe. Diese verhindert, dass Sie im Schlaf unbewusst am Auge reiben. Bitte verwenden Sie sie etwa eine Woche lang.
In den ersten Tagen kann das Sehen noch schwanken. Das ist normal. Meist stabilisiert sich der Eindruck rasch. Alltägliche Dinge wie Lesen, Fernsehen oder ein Spaziergang sind häufig schon bald wieder möglich.
Eine neue Brille – falls erforderlich – sollte in der Regel nach etwa vier bis sechs Wochen angepasst werden.